Die Ahnenforschung im digitalen Zeitalter bietet viele Möglichkeiten, und es gibt zahlreiche Online-Portale, die hilfreiche Werkzeuge und Datenbanken zur Verfügung stellen. Ich bin auf mehreren Plattformen aktiv und nutze jede auf ihre Weise. Hier eine kurze Vorstellung meiner Mitgliedschaften und Erfahrungen:
Ancestry
Auf Ancestry habe ich eine reine Ahnentafel hinterlegt und profitiere dort vorrangig von den historischen Dokumenten, die mir bei der Familienforschung geholfen haben. Auch die automatischen Hinweise auf potenziell passende Aufzeichnungen waren schon mehrfach nützlich. Viele der auf Ancestry hinterlegten Stammbäume von US‑amerikanischen Nutzern sind hingegen oft sehr fehlerhaft oder wirken schnell zusammengeklickt, ohne dass die Originalquellen sorgfältig (wenn überhaupt) geprüft wurden – hier ist also Vorsicht geboten. DNA‑Tests meiner Familienmitglieder habe ich über Ancestry durchführen lassen. (mein Ancestry-Profil)
Archion
Für mich ist Archion, das Kirchenbuchportal, eine der wertvollsten Quellen, da hier digitalisierte Kirchenbücher online durchgeblättert werden können. In den Gebieten, für die die Kirchenbücher bereits online verfügbar sind, bringt das die Familienforschung erheblich voran. Die Evangelische Landeskirche Sachsens (EVLKS) hat sich Archion zwar auch angeschlossen, kommt beim Verfilmen und Digitalisieren aber im Vergleich zu anderen Archiven leider nur sehr langsam voran. (mein Archion-Forumsprofil)
MyHeritage
Auf MyHeritage habe ich bisher nur eine rudimentäre Ahnentafel hinterlegt, nutze die Plattform nämlich hauptsächlich für DNA‑Genealogie, weil viele deutsche Familienforscher dort ihren DNA‑Test durchführen lassen. Ich habe die Ergebnisse der Ancestry-DNA‑Tests bei MyHeritage hochgeladen, um von den dortigen Übereinstimmungen zu profitieren. (mein MyHeritage-Profil)
FamilySearch
Die Plattform der Mormonen ist für mich ebenfalls eine wichtige Anlaufstelle für historische Aufzeichnungen. Manche Digitalisate sind nur mit Anmeldung einsehbar, aber grundsätzlich bietet FamilySearch eine riesige Datenbank. Am „Welt-Stammbaum“ beteilige ich mich aktuell nicht, da sich auch hier viele fehlerhafte Stammbäume finden – insbesondere aus den USA, wo Namen und Orte oft stark verfälscht werden. (familysearch.org)
GEDMatch
GEDMatch nutze ich für eine detailliertere Analyse der DNA-Genealogie. Es ermöglicht tiefergehende Vergleiche und Cluster-Analysen, um genetische Verbindungen noch besser nachzuvollziehen. (gedmatch.com)
CompGen
Die Metasuche des Vereins für Computergenealogie (CompGen) unter meta.genealogy.net hat mir schon so einige wertvolle Hinweise geliefert – seien es Einträge in den Verlustlisten der Weltkriege, indexierte alte Adressbücher oder auch Hinweise in Ortsfamilienbüchern. Ich bin Mitglied im Verein für Computergenealogie, weil ich die Arbeit sehr schätze, die dort ehrenamtlich von vielen Familienforschern geleistet wird. Die Metasuche kann aber auch komplett ohne Anmeldung genutzt werden.
Auf welchen Plattformen bist du angemeldet? Welche Erfahrungen hast du dort gemacht? Ich freue mich auf den Austausch in den Kommentaren!
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